Der Heilige Geist – mein privater Erzieher

Tägliche Geisterlebnisse – Privileg aller Nachfolger Jesu

Joh 14,26  Aber der Tröster (Helfer, Erzieher), der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“.

Immer wieder werden sich Situationen ergeben, in denen Nachfolger Jesu sich fragen: „Was willst du, Herr, dass ich tun soll„.  Immer wieder brauchen sie daher neue Erlebnisimpulse, um die Weisungen des Heiligen Geistes zu erkennen – und danach zu befolgen.
Lasst mich dazu ein brisantes Beispiel erzählen: Während meines Studiums auf dem Bibelseminar St. Chrischona bei Basel stand ich eines Tages am Schweizer Zoll. „Haben Sie etwas zu verzollen“? wurde ich gefragt. „Ja“, antwortete ich und öffnete meinen Koffer. Der Zöllner notierte alles bis auf den Koffer selbst, den ich bewusst nicht erwähnte.
Diesen Koffer hatte ich nämlich für einen Schweizer Studenten gekauft. Ich erwähnte ihn nicht extra in der „guten“ Meinung, meinem Mitbruder finanziell  einen Gefallen zu tun, falls der Zöllner ihn übersah. Schließlich hatte ich ja den kompletten Inhalt plus Koffer auf den Zolltisch gelegt. Und es klappte dann auch…
Kaum saß ich jedoch auf der Schweizer Seite in der Straßenbahn, da sprach mich eine Frau an. „Oh“, sagte sie, „Sie haben einen schönen Koffer gekauft. Wie viel Zoll haben Sie denn dafür bezahlt?“ „Zoll – be – zahlt?“ stotterte ich. „Der ist nicht verzollt“, ergänzte ich schließlich, denn ich wollte nicht lügen. Energisch fuhr sie fort: „Aber Sie haben doch keinen Koffer gehabt, als Sie auf der Hinfahrt neben mir saßen. Warum haben Sie den Koffer denn nicht verzollt?“ Ich blickte zu Boden und konnte dazu nur noch schweigen.

Doch während der peinlichen Schweigeminuten  erweckte der Heilige Geist mein Gewissen. Nachdem die Schweizer Passantin ahnungsvoll ebenfalls schwieg, begann mein „privater Erzieher“ mich von meiner sündhaften „Wohltat“ zu überzeugen: Gott nimmt es bei den Seinen genau – wurde mir plötzlich bewusst. Nirgendwo hatte ich ja in der Bibel gelesen, dass er es erlaubt, „stellvertretend“ für andere den Staat zu betrügen. Und die Konsequenz? Zur Vertiefung dieser wichtigen Lektion hat mein göttlicher Mentor mir gleichsam eine „Hausaufgabe“ aufgegeben: Er motivierte mich, den unverzollten Koffer beim nächsten Grenzgang freiwillig wieder mitzunehmen und auf dem Rückweg als „Lehrgeld“ selbst zu verzollen. Dies tat ich dann auch.

Fazit: Es fällt nicht leicht, Jesus in den kleinen Dingen gehorsam zu sein. Doch bekanntlich wird/kann er uns die „großen Dinge“ nicht anvertrauen, solange wir seine Therapiemaßnahmen zur „Treue im Kleinen“ missachten? Wir qualifizieren uns jedoch als seine wahren Nachfolger, wenn wir bereit sind, die Impulse unseres privaten Erziehers ganz, gerne und gleich zu befolgen.
Was dabei Christi Werk in uns ist und was Jesus von uns persönlich erwartet, darauf gehe ich im z. Zt. besonders aktuellen Fußball-Buchtitel „Wir sind Weltmeister“ ausführlich ein.
Shalom

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