„Bist du bekehrt?“

Bekehrt sein – und „dann ist’s gut“?
Der Evangelist Jakob Vetter, der Gründer der Deutschen Zeltmission, betrat eines Tages ein christliches Haus. Die Bewohner hatten als eifrige Zeugen Jesu einen Papageien gekauft, um auf „neuen Wegen“ missionieren zu können.
Die lieben Christen hatten sich  mit der Schulung des gefiederten Evangelisten einige Mühe gemacht. Als Jakob Vetter ins Zimmer trat, meldete sich der Vogel pflichtgetreu und fragte den arglosen Besucher: „Bist du bekehrt?“
Falls ein eintretende Gast unsicher blieb, ob er bekehrt war oder noch nicht, dann mahnte der Papagei ihn zur Umkehr indem er rief:: „Dann wird’s Zeit!“ Doch auch bei denen, die schon bekehrt waren, wusste er etwas zu sagen. So bekam denn Jakob Vetter auf sein klares „Ja“ ein beruhigendes: „Dann ist’s gut“ vom Papageien zu hören.
Als einer, der um seinen geistlichen Wachstumsbedarf wusste, erkannte der Evangelist sofort die Gefahr des gutgemeinten Zuspruchs. Er wandte sich energisch an den Vogel und rief ihm zu: „Dann ist’s noch lange nicht gut! Dann fängt’s erst an, gut zu werden„.
Zunächst möchte ich die Frage des Papageien, bist du bekehrt? wieder aufgreifen:
Weiterlesen… (im Buchlink ab S. 57)

Advertisements

Johannes Hartl – neuer Erweckungsträger für beide Amtskirchen?

Aus der Erweckungsgeschichte in der Katholischen Kirche
Wenig bekannt ist, dass zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht nur der Protestantismus, sondern auch die katholische Kirche mit geistlicher Erweckung beschenkt worden ist. Als man nach den verborgenen Wurzeln forschte, stieß man auf Segensspuren der um des Glaubens willen aus Salzburg geflohenen Emigranten. Ferner haben auf Heiligung bezogene Schriften von Luther, Arndt, Spener, Tersteegen, Zinzendorf und den Berleburger Brüdern eine große Rolle gespielt.
Von der „Allgäuer Erweckungsbewegung“ sind allein im Bistum Augsburg etwa 60 katholische Geistliche erfasst worden. Nur skizzenhaft möchte ich aufzeigen, wie Jesus sich im Leben katholischer Priester verherrlichen konnte. Sie öffneten sich dem Geist Jesu Christi und wurden durch Wort und Tat seine lebendigen Zeugen.
Zwei von ihnen seien hier kurz beschrieben. Beide wurden von der katholischen Amtskirche hart bedrängt. Einer, Martin Boos, ist ihr trotz alledem treu geblieben. Der andere, Johann Evangelista Goßner, konvertierte zur Evangelischen Kirche. Dort predigte er erwecklich als Pfarrer, wurde jedoch von seiner neuen Amtskirche bald fast genauso bedrängt. Hier fand er jedoch größeren Freiraum, im Namen Jesu dynamisch zu wirken:
Martin Boos (1762-1825)
Martin Boos, der Priester mit dem Stelzfuß, war der prominenteste Vertreter und Evangelist in der katholischen Erweckung. Nach seiner Bekehrung (1789) wurde er wegen Neuerungen nach Seeg strafversetzt. Dort konnte er eine Reihe von Vikaren erwecklich beeinflussen. Seinen Durchbruch zum reformatorischen Rechtfertigungsglauben erlebte er bei einem Krankenbesuch.
Als er… weiter lesen in den Kurzbiographien, ab Seite 91 .

Basis für dynamisches Christsein

  1. Die Grundlage für dynamisches Christsein


    Wie werde ich ein dynamischer Christ?
    Biblischer Leittext: 1 Joh 5,3-5  –  Leitwort: Vers 4:
    „Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“.

Reiner sitzt neben mir auf einer Bank. Er hat bis vor kurzem nur halbherzig versucht, als Christ zu leben. Doch nun ist er bereit, Jesus Christus ungeteilt zu gehören und mit erkannten Sünden zu brechen. In einem persönlichen Übergabegebet macht er seine Hingabe an Jesus jetzt entdültig fest. „Aber da ist noch eine Sünde“, sagt er leise, „die ich wohl nie überwinden werde.  Ich bekämpfe sie schon ziemlich lange, aber sie ist mir zu stark“.
Reiners Hingabe an Jesus war echt. Dabei wurde er der Vergebung all seiner Sünden gewiss und konnte Gott dafür danken. Doch wie würde es im Alltag weitergehen? fragte er sich. Hatte er damit die Basis für ein befreites, dynamisches Christsein gefunden? Unter Dynamik versteht Reiner neue Kraftreserven im Kampf mit dem Bösen, sowie allgemein mehr Freude und Sieg. Oder würde er der „einen Sünde“ weiterhin nachgeben müssen? Das wäre fatal. Dann bliebe ihm letztlich ja nur ein Christsein mit schlechtem Gewissen.
Ähnlich wie Reiner geht es nicht wenigen Christen. Sie sind über ihre Niederlagen deprimiert und fragen sich: wann werde ich diesen „Goliath“ in mir wohl endlich bezwingen? Vielleicht haben auch Sie sich schon ernsthaft gefragt, ob Sie sich mit dem Fallen und wieder Aufstehen – etwa bei einer Lieblingssünde – nicht doch abfinden müssen?
Auf diese Schlüsselfrage, ob ein befreites, dynamisches Christsein möglich ist oder nicht, wollen wir jetzt die Bibel antworten lassen. Vorweg schon mal dies: Wer Jesus angehört und mit geistlichem Fortschritt, also mit genügend Kraftreserven über das Böse rechnet, der liegt völlig richtig! Nur – viele Christen wissen und glauben es leider noch nicht.

„Glaubenstest“ für zaghafte Christen
In einer Predigt zum obigen Bibeltext stellte ich meinen Zuhörern einige Fragen. Die erste lautete: Wer von ihnen könnte bezeugen: Ich bin ein Christ? Fast die ganze Gemeinde meldete sich. Meine zweite Frage lautete: Wer von ihnen könnte offen bekennen: Ich bin ein Weltüberwinder? Es entstand eine Pause. Schließlich sah ich zwei sich zaghaft erhebende Hände
Ein ungereimtes Ergebnis, nicht wahr! Die meisten Christen dieser Gemeinde waren sich bewußt, Christen zu sein, aber kaum jemand wagte zu bekennen: Ich überwinde die Welt. Ich befürchte, es in vielen christlichen Gemeinden heutzutage ähnlich vorzufinden. Die Schlussfolgerung wäre dann jedoch, dass die meisten Gemeindeglieder sich – mehr oder weniger oft – von der „Welt mit ihrer Lust“ überwinden lassen, statt sie zu überwinden. Die Folgen sind Selbstwertverlust und ein schlechtes Gewissen.
Können Sie sich vorstellen, dass solch ein zermürbender Konflikt bei erlösten Christen als „normal“ gelten kann? Wären auch Sie und ich als frustrierter Verlierer dann  nicht schlechter dran als Menschen, die das Böse erst gar nicht bekämpfen?

Um eine fundierte Antwort vorzubereiten, stellte ich der Gemeinde eine weitere Frage. Sie lautete: Wer von Ihnen ist überzeugt, dass Gottes Wort absolut wahr ist und wir uns auf jede ihrerAussagen verlassen können?
In Bezug auf die biblische Autorität war ich mit der Gemeinde wieder ganz einig. Kaum eine Hand blieb jetzt unten. Ich bereitete die Zuhörer weiter auf meine brisante Predigt vor und versicherte, dass ich nur das sagen würde, was im Predigttext wirklich steht. Mit Martin Luther wollte ich im Blick auf etwaige Vorwürfe sagen können: “Ich hab‘ nichts gemacht (nichts Eigenes gesagt). Ich hab‘ nur das Wort lassen handeln“.[1] 

Auch beim unserem brisanten Thema geht es um die Frage: Was sagt die Bibel dazu? bzw. Was steht dazu geschrieben? Unser Thema lautet ja: Wie werde ich ein dynamischer Christ – und damit ein Welt-Überwinder? Dazu wollen wir den Leittext, 1 Johannes 5,4,  jetzt gründlich befragen.

 Die Basis für dynamisches Christsein  …weiterlesen

Billy Grahams Letzter Wille: Lies täglich in deiner Bibel!

Der „Jahrhundertprediger“ ruft zur täglichen Bibellese auf.

Diese erstaunliche Überschrift fand ich in einer der letzten idea-Ausgaben (Nr.23, Seite 12). In seinem TESTAMENT fordert der bislang wohl erfolgreichste Evangelist seine Kinder und Enkel zunächst auf, ein Leben „getrennt von der Welt“ zu führen. Anschließend bittet er alle Leser seines Testamentes eindringlich darum, „täglich in der Bibel zu lesen…“
Offensichtlich hat Graham das bis zuletzt mit großem Gewinn persönlich getan. Das sprichwörtliche „Die-Bibel-sagt“- Argument bestätigte sein elementares Vertrauen in Gottes Wort. Dieses hat sich durch das tägliche Bibellesen in ihm gefestigt und dann in der Öffentlichkeit vollmächtig als „Schwert des Geistes“  bewiesen.
Beachtenswert ist, dass der scheidende Evangelist die Leser nur schlicht darum bittet, seinem Beispiel zu folgen. Trotz der Dringlichkeit des Anliegens verzichtet er darauf, sie irgendwie zu bedrängen. Graham möchte persönliche Überzeugung und Freiwilligkeit wecken.
Am guten Wollen fehlt es bei echt Wiedergeborenen nicht (Röm 7). Doch auf dem „Kampfplatz Stille Zeit“ ist das müde Fleisch – wie in Gethsemane bei den Jüngern – manchmal? oft? oder gar immer? zum Vollbringen zu schwach.
Aber so muss es nicht bleiben! 
Aus den schlafsüchtigen Jüngern sind eifrige Beter,  Weltüberwinder, ja Blutzeugen Jesu geworden. Ihr Sieges-Geheimnis war: Sie hatten „die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg 1,8). Und sie bemühten sich, seinen Impulsen im Alltagstraining zu folgen – auch wenn dies nicht immer gelang (Gal 2,11ff.). Dabei erlebten sie – wie Billy Graham und viele andere – dass treuer Umgang mit Gottes Wort sich tatsächlich lohnt. Dass tägliches Bibellesen ein geistlicher „Jungbrunnen“ ist (Ps 1,2-3), das kann auch ich als 88jähriger Christ fröhlich bezeugen. Und ich möchte dies mit 10 Erfahrungs-Argumenten ermutigend und empfehlend begründen:

Welchen Gewinn bringt dir die tägliche „Zeit für Gott“ mit der Bibel?  

  1. Gottes Wort wird kräftiger als bisher in dir wirken

Das Wort Gottes ist in sich „lebendig und kräftig“ (Hebr 4,12). Aus seiner Kraftfülle wurdest du wiedergeboren (1 Petr 1,21). Zugleich enthält es geistliche Kraftnahrung für deinen neuen „geistlichen Menschen“. Wie ein Baby kann und wird dieser bei genügend „Muttermilch“ gut gedeihen und wachsen. Täglicher, intensiver Bibelumgang mit ist jedoch unerlässlich, damit das geistliche „Stillen“ gelingt.

  1. Kreativer Bibelumgang verleiht dir neues Selbstvertrauen

Ohne Christus im Herzen würde dich das Studienheft-Konzept überfordern. Aber Christus in dir bewirkt das „Wollen und das Vollbringen“. Als neue Kreatur vermagst du „alles durch den, der dich mächtig macht“, Christus. Dein neues Selbst vertraut darauf, dass dir „alle Dinge möglich sind“, wenn du es glaubst.

  1. Trainierte Lust an der Bibel ermöglicht dir Selbstbeherrschung (Ps 1,2)

Ohne Selbstbeherrschung kommst du zur „Zeit mit Gott“ jedoch nicht früh genug aus dem Bett. Christus als dein neues Selbst aber befähigt dich, deine Trägheit und Müdigkeit zu beherrschen.
Du brauchst dich davon nicht mehr bestimmen zu lassen. Im Glauben lernst du trotz mancher Rückschläge, „im Leben zu herrschen“ durch den einen, Jesus Christus“.

  1. Kräftige Bibel-Nahrung befähigt dich, stark zu werden (1 Joh 2,14)

Zum Aufstehtraining brauchst du nicht nur Zeit, sondern auch geistliche Energie. Das aber ist für dich als Christ kein Problem. Jesu Worte, die du zunehmend liest und hörst, befähigen dich, um „über Mauern zu springen“ (Ps 18,39). Die Mauern mögen Müdigkeit oder Trägheit, oder Augenlust oder Medienabhängigkeit heißen.

  1. Freiwilliges Bibelstudium befreit dich von Verhaltenszwängen

Dein bisheriges Aufstehen geschah unter Verhaltenszwängen zum unvermeidbaren Frühstücks- oder Arbeitsbeginn. Zur „Stillen Zeit“ zwingt dich jedoch niemand und nichts. Du tust es absolut freiwillig, weil dein neues Ich oder Selbst es so wünscht. Gewohnheits- und Bedürfniszwänge werden dir zu gehorchen beginnen. „Zu beginnen“ deshalb, weil du es – auch als Christ – zunächst einüben musst.

  1. Stetiges Bibeltraining fördert deine Persönlichkeitsbildung *

Gelegentliche Freiwilligkeitssiege sind zwar ermutigend, prägen aber nicht nachhaltig deine Persönlichkeit um. Charakter- und Persönlichkeitsbildung erfordern ein Freiwilligkeits- Verhalten als Lebensstil. Dieses Hochziel lässt sich auch von dir nicht ad hock, sondern nur langfristig unter ganzem Trainingseinsatz – nach Jesu Vorbild und dem von Paulus – erreichen (Apg 12,24-26; Phil 3,12).

  1. Geordnetes Bibelstudium stabilisiert deinen Charakter

Ein wichtiges Merkmal für hohen Persönlichkeitswert ist der stabile Charakter. Du erhältst ihn – gleichsam nebenbei – durch das Einüben einer täglichen, intensiven Zeit für die Bibel. Ein Sieg auf dem „Kampfplatz“ Stille Zeit trägt entscheidend dazu bei, deine vielleicht selbst verschuldete oder ererbte Charakterlabilität zu bezwingen. Setze in deinem Tagesablauf daher bewusst neue Prioritäten! Plane eine konkrete Bibelstudienzeit ein, auch wenn es dir fast unmöglich erscheint. Das Freude-an-der-Bibel-Konzept wird dir dabei helfen.

  1. Schriftliches Formulieren neuer Bibelimpulse macht dich geistig fit

Das Lesen oder Hören biblischer Wahrheit vermittelt Herzensimpulse. Sie gedanklich zu formulieren, vertieft und verankert sie. Sie werden „greifbarer“, um spontan oder ausführlicher darüber zu reden. Nimm dir die Zeit dafür! Übe es auf den leeren Zeilen und evtl. auch auf Zusatzpapier.

  1. Bibelkreis-Austausch baut dich auf und befähigt zum Teilen

Unersetzbar ist der Erlebniswert beim intensiven Gespräch um die Bibel. Jeder darf hier zu Worte kommen. Jeder wird selber beschenkt und darf „Lebensbrot“ weitergeben. Die ei-genen Notizen in den Studienheften helfen dir, „einander zu dienen“ (1 Pt 4,10). Mach fröhlich mit! Beginne, dich darin zu üben!

  1. Bibelerlebnis in Tagesrationen stabilisiert den Gewinn

Die „Tagesrationen“ der Studienhefte sind ergiebig und fordern zeitlich heraus. Statt einer großen „Bibelmahlzeit“ kannst du die „Freude an der Bibel“ auch in 2 oder 3 kleineren Rationen genießen. Eine günstige Aufteilung der Tagesrationen markieren die vertikalen Linien am linken Rand des Heftes. Diese Linienart steht für die Frühstücksration mit der Bibel. Diese hier für einen deftigen Mittagsnachtisch. Und diese für einen bekömmlichen Gute-Nacht-Segen.

Wie wäre es, als Einstieg morgen schon mit einer täglichen „Frühstücksration“ im Test-Studienheft zu beginnen?!

Nebeneffekt:
Tagebucheinträge (im Test-Heft) ermöglichen Erlebnisdokumente mit persönlicher Note. Zeugnishaft kannst du darin ein besinnliches Nachgespräch über deinen Tagesablauf gestalten. Dankbarkeit, neue Einsichten oder Entschlüsse werden dir und anderen nützen. 

*Zur Titelseite: Gipfelbild-Urheber und Motivationstrainers, Steve Kroeger, bestätigt:
„Der Weg zum Gipfel formt Führungspersönlichkeiten“

 

Der Heilige Geist – mein privater Erzieher

Tägliche Geisterlebnisse – Privileg aller Nachfolger Jesu

Joh 14,26  Aber der Tröster (Helfer, Erzieher), der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“.

Immer wieder werden sich Situationen ergeben, in denen Nachfolger Jesu sich fragen: „Was willst du, Herr, dass ich tun soll„.  Immer wieder brauchen sie daher neue Erlebnisimpulse, um die Weisungen des Heiligen Geistes zu erkennen – und danach zu befolgen.
Lasst mich dazu ein brisantes Beispiel erzählen: Während meines Studiums auf dem Bibelseminar St. Chrischona bei Basel stand ich eines Tages am Schweizer Zoll. „Haben Sie etwas zu verzollen“? wurde ich gefragt. „Ja“, antwortete ich und öffnete meinen Koffer. Der Zöllner notierte alles bis auf den Koffer selbst, den ich bewusst nicht erwähnte.
Diesen Koffer hatte ich nämlich für einen Schweizer Studenten gekauft. Ich erwähnte ihn nicht extra in der „guten“ Meinung, meinem Mitbruder finanziell  einen Gefallen zu tun, falls der Zöllner ihn übersah. Schließlich hatte ich ja den kompletten Inhalt plus Koffer auf den Zolltisch gelegt. Und es klappte dann auch…
Kaum saß ich jedoch auf der Schweizer Seite in der Straßenbahn, da sprach mich eine Frau an. „Oh“, sagte sie, „Sie haben einen schönen Koffer gekauft. Wie viel Zoll haben Sie denn dafür bezahlt?“ „Zoll – be – zahlt?“ stotterte ich. „Der ist nicht verzollt“, ergänzte ich schließlich, denn ich wollte nicht lügen. Energisch fuhr sie fort: „Aber Sie haben doch keinen Koffer gehabt, als Sie auf der Hinfahrt neben mir saßen. Warum haben Sie den Koffer denn nicht verzollt?“ Ich blickte zu Boden und konnte dazu nur noch schweigen.

Doch während der peinlichen Schweigeminuten  erweckte der Heilige Geist mein Gewissen. Nachdem die Schweizer Passantin ahnungsvoll ebenfalls schwieg, begann mein „privater Erzieher“ mich von meiner sündhaften „Wohltat“ zu überzeugen: Gott nimmt es bei den Seinen genau – wurde mir plötzlich bewusst. Nirgendwo hatte ich ja in der Bibel gelesen, dass er es erlaubt, „stellvertretend“ für andere den Staat zu betrügen. Und die Konsequenz? Zur Vertiefung dieser wichtigen Lektion hat mein göttlicher Mentor mir gleichsam eine „Hausaufgabe“ aufgegeben: Er motivierte mich, den unverzollten Koffer beim nächsten Grenzgang freiwillig wieder mitzunehmen und auf dem Rückweg als „Lehrgeld“ selbst zu verzollen. Dies tat ich dann auch.

Fazit: Es fällt nicht leicht, Jesus in den kleinen Dingen gehorsam zu sein. Doch bekanntlich wird/kann er uns die „großen Dinge“ nicht anvertrauen, solange wir seine Therapiemaßnahmen zur „Treue im Kleinen“ missachten? Wir qualifizieren uns jedoch als seine wahren Nachfolger, wenn wir bereit sind, die Impulse unseres privaten Erziehers ganz, gerne und gleich zu befolgen.
Was dabei Christi Werk in uns ist und was Jesus von uns persönlich erwartet, darauf gehe ich im z. Zt. besonders aktuellen Fußball-Buchtitel „Wir sind Weltmeister“ ausführlich ein.
Shalom

Aus dem geistlichen Minus zum geistlichen Plus

Zeugnishafte  Textauslegung über 2 Könige 4, 1-7

 

1 Und es schrie eine Frau unter den Frauen der Prophetenjünger zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; und du weißt ja, dass dein Knecht den HERRN fürchtete. Nun kommt der Schuldherr und will meine beiden Kinder nehmen zu leibeigenen Knechten.
2 Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir tun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause als einen Krug Öl.
3 Er sprach: Geh hin und erbitte draußen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefäße, aber nicht zu wenig, 4 und geh ins Haus und schließ die Tür zu hinter dir und deinen Söhnen und gieß in alle Gefäße; und wenn du sie gefüllt hast, so stelle sie beiseite.
5 Sie ging hin und schloss die Tür zu hinter sich und ihren Söhnen; diese brachten ihr die Gefäße herbei, und sie goss ein. 6 Und als die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier. Da stand das Öl.
7 Und sie kam und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Geh hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schulden; du aber und deine Söhne, nährt euch von dem Übrigen.

Fallen und wieder Aufstehen – Armutszeugnis bei Christen

Der obige Bibeltext ist mir als junger Christ zu einem Schlüsselerlebnis geworden. Ich hatte Jesus aufgenommen und freute mich der Vergebung meiner Sünden. Das änderte sich jedoch, je ernster ich bemüht war, Jesus konsequent zu gehorchen. In dieser Krisenphase bewegte sich mein Christsein zwischen Fallen und Aufstehen. Ich fasste gute Vorsätze, doch es gelang mir nicht, sie zu erfüllen. Erst später erfuhr ich eine Wende aus dem geistlichen Minus zum geistlichen Plus.

Und damit wären wir bei der verarmten Witwe in unserem Text. Sie durfte aus ihrem familiären und finanziellen Bankrott zu einem Leben im Überfluss finden. Ähnlich erging es mir während meines bitteren Herzens Bankrotts. Überraschend entdeckte ich, welch  herrlichen Reichtum ich eigentlich in Jesus Christus besitze. Das hat meine Einstellung zur Bibel, zum Christsein – und zu mir selber – erfreulich verändert.
An Hand der heutigen Geschichte möchte ich Ihnen jetzt  gleichnishaft von meiner eigenen „Öl-Krug-Erfahrung“ berichten. Denn sie hat mich aus dem Manko-Christsein zum beglückenden Christsein im Überfluss finden lassen. Einige meiner neuen Einsichten möchte ich jetzt vom Bibeltext her mit Ihnen teilen:

  1. Einsicht: Ich bin Gott zum Gehorsam verpflichtet.

Diese heilsame Einsicht entdeckte ich in Vers1: „Und es schrie eine Frau unter den Frauen der Prophetenjünger zu Elisa“, heißt es dort. Der Grund ihrer Aufregung war, dass die verarmte Witwe den Anspruch des Kreditgebers ernst nahm. Ihr war klar: von Rechts wegen müsste ich die fälligen Raten samt den Zinsen bezahlen. Und das wollte sie auch; aber sie vermochte es nicht.
Als junger Christ war ich versucht, es mir im Blick auf gewisse Sünden leichter zu machen. Ich wusste zwar um Gottes Anspruch, als sein Kind heilig leben zu sollen. Doch ich tendierte zur beruhigenden Meinung, dass Christen vom Gesetz befreit seien, weil sie die vergebende Gnade ja hätten. Die Bemerkung eines Verkehrspolizisten gegen Mitternacht schreckte mich auf. Auf meinen Einwand, es sei doch kein Auto zu dieser Stunde in Sicht, fragte er mich: „Wo steht geschrieben, dass die Straßenverkehrsordnung um Mitternacht nicht mehr gilt?
Nun wusste ich, wie Gott über mein Flirten mit gewissen Lieblingssünden als sein Kind denkt.
Doch mit meinem Entschluss, jede erkannte Sünde zu meiden, war der Kampf gegen das Böse noch nicht gewonnen. Ganz im Gegenteil:

  1. Einsicht war: Ich bin ein Sklave des Bösen

Was die arme Witwe dem Propheten Elisa bekennt, klingt wie ein Hilfeschrei über dem Abgrund: „Der Schuldherr“, so ruft sie verzweifelt, „will meine beiden Kinder nehmen zu leibeigenen Knechten“. Was ihr bevorstand, das war purer Sklavendienst. Nicht mehr tun dürfen, was man selbst will und gern täte, sondern leibeigen sein – immer nur gehorchen zu müssen: Das wäre doch „die Hölle auf Erden“!? Ähnlich beängstigend erging es mir, als ich gewisse Unarten – eigentlich Sünden – ablegen wollte. Ich denke dabei an den ererbten Jähzorn, an meine unreinen Gedanken oder manchmal auch – Lügen. Verzweifelt kämpfte ich zumeist erfolglos dagegen an. War ich denn als Christ noch – wie Paulus – „unter die Sünde verkauft“?

  1. Einsicht: Ich unterschätze, was ich in Jesus besitze

Elisa war bereit, der armen Witwe zu helfen. Doch er knüpfte bei dem an, was sie noch besaß. Er fragte sie: „Was hast du im Hause?“ Sie antwortete resigniert: „Deine Magd hat nichts“. Doch dann fiel ihr ein, dass sie noch einen Ölkrug hatte. Aber was war das bisschen Öl darin schon? Eigentlich hatte sie nichts, um ihre Schuld zu bezahlen. Umso mehr überraschte sie der seltsame Befehl des Propheten.
Gehe hin“, mutete er ihr zu, „und erbitte draußen  von allen Nachbarinnen leere Gefäße, aber nicht zu wenig, und gehe ins Haus, schließ die Tür zu hinter dir und gieß in alle Gefäße“. Die Frau war zunächst irritiert. Doch dann entschied sie sich, Elisa zu glauben. Auf Grund seiner Worte wollte sie glauben, dass sie reicher war, als sie es dachte. Sie wollte glauben, dass die wenigen Tropfen in ihrem Ölkrug reichten, um viele leere Gefäße, Töpfe, Kannen und auch Wannen zu füllen.
Auch ich entschloss mich –  wie die Witwe -, als Habenichts Gottes Wort zu vertrauen. Wie sie, so hatte auch ich noch etwas im Haus. Schließlich hatte ich ja Jesus in mein Herz aufgenommen. Somit besaß auch ich wohl noch einige Tropfen Öl, dachte ich. Doch der Prophet erwartete von der Witwe und von mir, an genügend Öl, also an die „Fülle“ zu glauben. Plötzlich ging mir auf, dass ich in und mit Jesus „die Fülle der Gottheit“ ja schon besaß. Bei dieser Einsicht begann ich mich zu schämen. Ich hatte viel zu lange an einen sehr kleinen Jesus geglaubt. Ich unterschätzte, dass ich in Jesus alles, was ich brauche, ja noch viel mehr, bereits im Glauben besitze (Kol 2,9-10; Rö 8,32).

  1. Einsicht: Gott erwartet, im Glauben zu handeln.

Die Geschichte bleibt spannend. Schon beim Besorgen  der leeren Gefäße galt es, mutig zu glauben. Manche Nachbarn waren besorgt, ob bei denen da noch alles stimmte. Doch Elisa hatte ihnen nicht gesagt: Wartet, bis euer Krug überläuft und danach handelt entsprechend. Vielmehr  befahl er ihnen, mit einem scheinbar leeren Gefäß viele leere Gefäße zu füllen. Folglich sollten sie nicht warten, bis ein Wunder geschah. Ohne etwas zu sehen, also „im Glauben“, sollten mit dem Einfüllen sofort beginnen.

Erstaunlicherweise vertraute die Frau dem Wort des Propheten. Und ihr Glaube wurde zur Tat – ohne einen „Glaubensbeweis“ zu empfangen: “Sie ging hin und tat so und schloss die Tür hinter sich und ihren Söhnen. Diese brachten ihr die Gefäße herbei und sie – goss ein“. Es mag sein, dass die Witwe vorweg einen scheuen Blick in den noch leeren Krug geworfen hatte. Vielleicht zögert sie, etwas zu tun, wodurch sie sich schließlich blamierte. Doch dann siegte ihr Vertrauen  auf das Wort des Propheten. Wider alle Vernunft ergriff sie den fast leeren Krug und begann mutig einzugießen. Und das Öl begann – still und füllig zu fließen.

Persönlich, stellte ich fest, dass es hilfreich  ist, Gott im Gebet für die vorhandene Fülle vorweg zu danken. Der Bibeltext lehrt uns – wie später auch Jesus Mt 6,6  -, dass leere Krüge in der „Gebetskammer“ gefüllt werden können. Viel zu spät wurde mir klar, dass ich seit der Bekehrung  einen unerschöpflich großen Reichtum besaß.
Der empfangene Heilige Geist reichte keineswegs nur für meinen eigenen Bedarf.
Es bietet sich an, die leeren Gefäße mit dem Liebesbedarf meiner Familie, der Nachbarn, Kollegen, Kritiker oder gar Feinde zu vergleichen. Wie bei der armen Witwe reicht mein Vorrat  aus, um alle leeren Gefäße zu füllen. Wau!  Welch ein Grund zum Freuen, Jubeln und Danken! – Aber auch ein Grund, weitere leere Gefäße zu sammeln! Und deren gibt es um uns her wahrlich genug. Aber nur her damit! Jeder wahre Christ besitzt mehr als genug, um sie zu füllen.
Ich gestehe, dass ich an diesem Punkt – trotz der neuen Einsicht – noch viel zu kleingläubig und daher zu untätig bin. Das soll sich ändern!

Wir sind Weltmeister!!

Global steigendes WM-Fußballfieber

Beispiel  für meinen Glaubens-Wettkampf als Christ

Vor ca. 4 Jahren kämpften die besten Fußball-Länderteams in Brasilien um die Weltmeisterschaft. Ich selber war hoch interessiert und verpasste wohl kein deutsches Spiel. Und wir Deutschen wurden tatsächlich Weltmeister… Ob wir aber Weltmeister bleiben hängt davon ab, ob unsere aktiven Kämpfer auch diesmal die weltbeste Einsatz-Kondition erarbeiten und durchhalten können.

Während der durchweg dynamischen Fußballkämpfe wuchs auch meine Begeisterung. Durch den Kampfesgeist der Spieler wurde ich inspiriert,  ihren zähen Siegeswillen mit meinem Glaubens-Wettkampf als Christ zu vergleichen. Daraus ist dann das Buchmanuskript „Wir sind Weltmeister!“ entstanden. (Beim Lesen im Original gibt es einige hilfreiche Graphiken)
In diesem Beitrag wirst Du die Einleitung zu dem geistlich motivierenden Buchinhalt finden.  Bereits diese hilft Dir,

  1. die Art Deines eigenen „Glaubens-Wettkampf als Christ“ zu entdecken
  2. sie leitet Dich an, die beste Kampfes-Kondition zu erreichen, zu bewahren und den Endsieg als ersehntes Ziel zu gewinnen
  3. als Konsequenz davon Deine Kampfesart evtl. zu ändern, zumindest jedoch, sie zu verbessern.

Doch nun, viel Freude beim Lesen der Anleitung für die erforderliche Siegeskondition.
Und viel göttlichen Beistand beim täglichen Kampfes-Training bis hin zum Endsieg.

Wir beginnen mit einige Vergleichspunkten

zwischen dem Kampf um die Fußball-Weltmeisterschaft und dem Glaubens-Wettkampf eines Christen:

  1. Vergleichspunkt: Der Siegespreis
  • Bei den WM-Übertragungen wurde die goldene Siegestrophäe als Ziel dieses globalen Ereignisses häufig gezeigt. Für die beteiligten Länder-Mannschaften war der Weltmeistertitel ein Ansporn, im Wettkampf daür alles zu geben.
  • Bei Christen geht es als Ziel ihres Glaubens-Kampfes um die Krone des ewigen Lebens (Offb 2,10). Mit dem Aufruf: „Sei getreu bis in den Tod“ ermutigt Jesus selbst Dich dazu, im irdischen Leben erfolgreich dafür zu kämpfen.
  1. Vergleichspunkt: Die Sieges-Kondition
  • Beim deutschen WM-Fußball-Team traten bei allen Interviews drei Merkmale deutlich hervor:
    1. Sie nahmen auch schwächere Gegner sehr ernst,
    2. Sie strahlten Sieges-Zuversicht aus,
    3. Sie wirkten nicht überheblich.

Die Siegeszuversicht resultierte:
> aus ihrer körperlichen und seelischen Top-Kondition,
> aus ihrem harmonisch-entspannten Miteinander und
> aus ihrem deutlichen Siegeswillen.

  • Für geistlich kämpfende Christen ist die gleiche Sieges-Kondition hoch aktuell. Um den Sieg über die Sünde und den Beherrscher der Finsterniswelt zu erleben, ist sie geradezu unerläßlich.Um diese entscheidende Sieges-Zuversicht zu erreichen, haben kämpfende Christen jeder Fußball- Crew drei Plus-Faktoren voraus:

> die Sieg versprechende Motivation des Wortes Gottes,
> die ermutigende Kraft eigener und begleitender Gebete,
> die stärkende Nähe des Heiligen Geistes – des „Christus in uns“.
 Mit dieser Welt-überwindenden Sieges-Kondition für Glaubens-Kämpfer werden wir uns im Hauptteil des Buches detailliert und ausführlich befassen.

 3. Vergleichspunkt: Die Wettkampf-Beteiligten

In allen WM-Fußball-Ländern gab es 3 Gruppen von Wettkampf-Beteiligten:

> die Wettkampf-Genießer
> die Wettkampf-Fans
> die Wettkampf-Aktivisten

Viele Millionen Wettkampf-Genießer waren engagiert dabei. Vor allem jedoch seelisch bzw. emotional. Dazu genügte ein bequemer Platz vor dem Fernsehgerät. Mühe, Finanzen oder sonstigen Einsatz für den Sieg investierten sie nicht – oder kaum.

Christliche Wettkampf-Genießer, die Jesus als ihre Hauptfreude kennen, haben die WM-Siege ihres Landes zumeist wohl als legitime „Nebenfreude“[1] Dabei hat ihr sonstiger Einsatz für Gottes Siege durch die zeitaufwendigen WM-Angebote kaum oder gar nicht gelitten.[2]

„Christen“, bei denen Fußball die Hauptfreude ist, werden von einem persönlichen Glaubens-Kampf kaum etwas wissen. Daher fehlen ihnen die Impulse, sich für Gottes Reich – etwa im Gemeindeleben – stärker zu engagieren.
Als Kirchenmitglieder können sie den kirchlichen Service – besonders im familiären Konsens – ohne spürbaren Einsatz oder Gewissenskonflikte trotzdem „geniessen“.

  • Die Fußball-Fans investieren für den Sieg ihrer Mannschaft wesentlich mehr. Als Vereinsmitglieder sind sie für ihr Hobby oft erstaunlich aktiv. Ihren Mannschaftssieg lassen sich viele von ihnen sich einiges kosten.

So haben Tausende von WM-Fans Brasilienflüge, teure Eintrittskarten plus Hotelkosten selber bezahlt. Bei den Wettkämpfen waren sie begeistert bemüht, ihr Lieblings-Team lautstark zu unterstützen.

  • Die christlichen Wettkampf-Fans investieren in ihren Kirchen und Vereinen häufig ebenfalls viel Zeit, Kraft und Geld. Sie lassen sich in Chöre, Vorstände und Ausschüsse wählen und fördern durch treuen Versammlungsbesuch ihre Gemeinden.
  • Dennoch besteht ein Unterschied zwischen den Fans und den nominierten Mannschaften. Diese sind die Aktivisten, die auf den Spielfeldern kämpfen.

Fans können ihr Engagement ganz nach Belieben gestalten. Die ernannten Wettkämpfer jedoch unterstellen sich einem gewissen Erwartungs-Druck. Man erwartet von ihnen, dass sie ihr Bestmögliches tun, dass sie bereit sind, für den Sieg alles zu geben.

Ob man sich nun in der Wettkampf-Arena schonungslos selber einsetzen will oder doch lieber nicht, das muss jeder Fan persönlich entscheiden.

4. Vergleichspunkt: Die Aufnahme in das aktive Wettkämpfer-Team

  • Für eine Fußball-Weltmeisterschaft wird die Manschafts-Aufstellung vom Bundestrainer entschieden. Der Trainer setzt voraus, dass seine Anwärter eifrig trainieren und im kleineren Vereins-Rahmen bemüht sind, hohe Leistung zu bringen. Chancen bei der Auswahl der Spieler haben folglich diejenigen, welche aktuell die besten Leistungs-Konditionen besitzen.Sind sie dann dabei, müssen sie hellwach alles tun, um ihre Spitzenkondition zu erhalten. Andernfalls werden sie bei den Ersatzspielern landen.
  • Für die aktive Teilnahme am Glaubens-Wettkampf gilt ein anderes Auswahl-Prinzip. Beim Himmelreichs-Trainer, Jesus, ist grundsätzlich jeder – auch bei miesester Kondition – als aktiver Wettkämpfer willkommen. Sein Beispiel bewirkt Wunder!
  • Diese großartige Eintritts-Chance besteht deshalb, weil Jesus die Bestleistung nicht voraussetzt, sondern das dafür nötige Konditions-Training selber durchführen will.
  • Er als der weltbeste Ausbilder (Coach) wird jedem Bewerber ganz individuell zu seiner Bestleistung im Reich Gottes verhelfen. Er will und wird auch für die nötige Konditionspflege selber zuständig sein.

Jesus bietet den Schwächsten eine Chance, es dennoch zu schaffen!
Was Jesus bei der Aufnahme als Wettkämpfer erwartet, sind  jedoch
zwei Grundsatz-Entscheidungen für den aktiven Wettkampf in Gottes Reich:

  1. Völlige Lebenshingabe an Jesus als Retter und Herrn
    Dazu sei auf die Bekehrung des Apostels Paulus verwiesen (Apg 9,1-18).
  1. Die aufrichtige Bereitschaft für den Wettkampf des Glaubens
    Das bedeutet, als Christ nicht Genießer oder Fan zu bleiben, sondern  gleich zu beginnen, zu allererst nach dem Reich Gottes zu trachten (Mt 6,33). Zur Sieges-Kondition führt – wie schon erwähnt –  nur ein Weg, nämlich
  1. für den Sieg alles zu geben
  2. b) auf falsche Motive bewusst zu verzichten.

Zu dieser Sieges-Kondition bekennt sich der Apostel Paulus eindeutig in seinem Philipperbrief, Kapitel 3, ab Vers 5. Was er in den Versen 13-14 zur Hingabe aussagt, habe ich in der 1. Graphik anschaulich illustriert.
Wie blockierend perfektionistische Motive sein können, das veranschaulicht Graphik 2. Beide Schaubilder sollen den Hauptinhalt dieses Buches zur Darstellung bringen.

Mein Wunsch und Gebet ist es, dass auch Du nach dem Lesen dieses Buches glaubensfroh ausrufen kannst: Ich bin ein Welt-Überwinder!

Shalom

[1] So ist es auch mir persönlich ergangen
[2] Ratsam ist es als Christ trotzdem, die Prioritäten persönlicher „Nebenfreuden“ ernsthaft zu überprüfen