Glaubens-Akademie für authentisches Christsein – gute Entwicklung

Seit Bekanntgabe der Akademie-Gründungs-Initiative Ende September 018  gibt es Gutes über den Werdegang zu berichten. Auf die Einladung zu aktiver Mitarbeit meldete sich  – nach anfänglichem Zögern – eine erfreuliche Anzahl motivierter Bewerber und Interessenten. Das Angebot kompetenter und konsequenter Lehre über die Nachfolge Jesu scheint besonders unter neu Bekehrten ein begehrtes Thema zu sein. Diesem Bedarf kommt die neue Akademie mit ihrem Fokus  auf Lebens-Reformation  durch „Christus in uns“ voll entgegen.
Sowohl für die Lehrbereiche als auch für das Leitungsteam haben sich inzwischen geeignete Personen beworben. Für den 6.11.18 wurde in der „Bruderhand“ bei Celle ein erstes Kontakt- und Beratungstreffen  des Leitungsteams terminiert. Dabei wird über die nötigen Startbedingungen, die Arbeitsweise, sowie über den Studienschwerpunkt Lebens-Erneuerung“ verbindlich gesprochen.
Das Letztere möchten wir gern zum besonderen Gebetsanliegen, ja zum Gebetsaufruf machen. Möge Gott die Herzen aller Akademie-Mitarbeiter für einen neuen Aufbruch zur Jesus-Hingabe entzünden. Entsprechend deutlich artikulieren es u.a. unsere Aufnahmebedingungen, die es in sich haben. Diese zu kennen und zu bejahen ist uns sowohl bei Bewerbern für die Mitarbeit als für das spätere Studium wertvoll und wichtig.
Nähere Auskunft darüber wäre im aktualisierten Struktur- und Inhalts-Entwurf  der Akademie einzusehen. Darin wird auch zu unserer überkonfessionellen Glaubens-Orientierung Stellung genommen.

Für das Start-Leitungsteam  Herbert Masuch & Klaus Mehler

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Starthilfe zur Gründung einer Online-Glaubens-Akademie für authentisches Christsein

 Liebe Biblipedia Blogger und -Freunde!
Meine Tätigkeit als  Evangelist geschah ca. 30 Jahre lang im Kontext der Dt. Ev. Allianz. Dieser Dienstrahmen innerhalb evangelikaler Gemeinden war bislang klar bibeltreu orientiert.
Das hat sich inzwischen  leider geändert. So war in der Reakreditierungszusage (Arbeitserlaubnis) für eine traditionell evangelikale Ausbildungsstätte seitens der staatlichen Genehmigungsinstanz folgender Satz zu lesen:
Die …Ausbildungsstätte sieht ihren besonderen Auftrag darin, evangelische Lehre in der Tradition der Reformation, des Pietismus und der evangelischen Freikirchen mit wissenschaftlichen Methoden zu durchdringen und darzulegen”.
Dass die lehrmäßige Verquickung von universitären, bibelkritischen Studienvorgaben in einigen evangelikalen Lehreinrichtungen bereits durchschlägt, wurde uns in der idea-Ausgabe Nr. 29/30 bestätigt. Ein mutiges Warnsignal erfolgte bereits in der Initiative “Bibel und Bekenntnis”.
Diese Entwicklung sollten wir in Biblipedia nicht nur beklagen, sondern  offensiv darauf reagieren: Mit dem folgenden Link findest Du den Entwurf einer bibeltreuen
Online-Glaubens-Akademie für authentisches Christsein.

Damit würden wir u. a. dem evangelikalen Verkündigernachwuchs ein studienbegleitendes Orientierungsangebot machen können. Für besorgte Gemeinden dürfte ein bibeltreues Zertifikat sogar als Testhilfe für gut überstandene „Gehirnwäsche“ nach bibelkritischen Studiengängen dienen. Inhaltlich werden wir uns im Lehrangebot – bei Verzicht auf Polemik – auf allgemein z. Zt. schwach belegte Themen,  wie etwa die Heiligungs-Theologie, konzentrieren.
Wenn Du – wie wir als zunächst 4 Startpersonen – dieses Anliegen ebenfalls im Herzen bewegst sowie an einen echten Bedarf und an Gottes Stunde für dieses Anliegen glaubst, dann könntest Du wie folgt reagieren:

  • Lerne den Akademie-Planungsentwurf näher kennen.
  • Reihe Dich durch eine Mail-Zusage in die tägliche Fürbitte ein.
  • Bewege ernsthaft vor Gott, ob und für welche der angeführten Aufgaben Du etwa aktiv werden könntest.
  • Vermerke dies zunächst unverbindlich auf Deiner Mail an:

herbert.masuch@ewetel.net

Shalom, Herbert u. Gretel Masuch sowie Klaus u. Dagmar Mehler

 

„Bist du bekehrt?“

Bekehrt sein – und „dann ist’s gut“?
Der Evangelist Jakob Vetter, der Gründer der Deutschen Zeltmission, betrat eines Tages ein christliches Haus. Die Bewohner hatten als eifrige Zeugen Jesu einen Papageien gekauft, um auf „neuen Wegen“ missionieren zu können.
Die lieben Christen hatten sich  mit der Schulung des gefiederten Evangelisten einige Mühe gemacht. Als Jakob Vetter ins Zimmer trat, meldete sich der Vogel pflichtgetreu und fragte den arglosen Besucher: „Bist du bekehrt?“
Falls ein eintretende Gast unsicher blieb, ob er bekehrt war oder noch nicht, dann mahnte der Papagei ihn zur Umkehr indem er rief:: „Dann wird’s Zeit!“ Doch auch bei denen, die schon bekehrt waren, wusste er etwas zu sagen. So bekam denn Jakob Vetter auf sein klares „Ja“ ein beruhigendes: „Dann ist’s gut“ vom Papageien zu hören.
Als einer, der um seinen geistlichen Wachstumsbedarf wusste, erkannte der Evangelist sofort die Gefahr des gutgemeinten Zuspruchs. Er wandte sich energisch an den Vogel und rief ihm zu: „Dann ist’s noch lange nicht gut! Dann fängt’s erst an, gut zu werden„.
Zunächst möchte ich die Frage des Papageien, bist du bekehrt? wieder aufgreifen:
Weiterlesen… (im Buchlink ab S. 57)

Johannes Hartl – neuer Erweckungsträger für beide Amtskirchen?

Aus der Erweckungsgeschichte in der Katholischen Kirche
Wenig bekannt ist, dass zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht nur der Protestantismus, sondern auch die katholische Kirche mit geistlicher Erweckung beschenkt worden ist. Als man nach den verborgenen Wurzeln forschte, stieß man auf Segensspuren der um des Glaubens willen aus Salzburg geflohenen Emigranten. Ferner haben auf Heiligung bezogene Schriften von Luther, Arndt, Spener, Tersteegen, Zinzendorf und den Berleburger Brüdern eine große Rolle gespielt.
Von der „Allgäuer Erweckungsbewegung“ sind allein im Bistum Augsburg etwa 60 katholische Geistliche erfasst worden. Nur skizzenhaft möchte ich aufzeigen, wie Jesus sich im Leben katholischer Priester verherrlichen konnte. Sie öffneten sich dem Geist Jesu Christi und wurden durch Wort und Tat seine lebendigen Zeugen.
Zwei von ihnen seien hier kurz beschrieben. Beide wurden von der katholischen Amtskirche hart bedrängt. Einer, Martin Boos, ist ihr trotz alledem treu geblieben. Der andere, Johann Evangelista Goßner, konvertierte zur Evangelischen Kirche. Dort predigte er erwecklich als Pfarrer, wurde jedoch von seiner neuen Amtskirche bald fast genauso bedrängt. Hier fand er jedoch größeren Freiraum, im Namen Jesu dynamisch zu wirken:
Martin Boos (1762-1825)
Martin Boos, der Priester mit dem Stelzfuß, war der prominenteste Vertreter und Evangelist in der katholischen Erweckung. Nach seiner Bekehrung (1789) wurde er wegen Neuerungen nach Seeg strafversetzt. Dort konnte er eine Reihe von Vikaren erwecklich beeinflussen. Seinen Durchbruch zum reformatorischen Rechtfertigungsglauben erlebte er bei einem Krankenbesuch.
Als er… weiter lesen in den Kurzbiographien, ab Seite 91 .

Basis für dynamisches Christsein

  1. Die Grundlage für dynamisches Christsein


    Wie werde ich ein dynamischer Christ?
    Biblischer Leittext: 1 Joh 5,3-5  –  Leitwort: Vers 4:
    „Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“.

Reiner sitzt neben mir auf einer Bank. Er hat bis vor kurzem nur halbherzig versucht, als Christ zu leben. Doch nun ist er bereit, Jesus Christus ungeteilt zu gehören und mit erkannten Sünden zu brechen. In einem persönlichen Übergabegebet macht er seine Hingabe an Jesus jetzt entdültig fest. „Aber da ist noch eine Sünde“, sagt er leise, „die ich wohl nie überwinden werde.  Ich bekämpfe sie schon ziemlich lange, aber sie ist mir zu stark“.
Reiners Hingabe an Jesus war echt. Dabei wurde er der Vergebung all seiner Sünden gewiss und konnte Gott dafür danken. Doch wie würde es im Alltag weitergehen? fragte er sich. Hatte er damit die Basis für ein befreites, dynamisches Christsein gefunden? Unter Dynamik versteht Reiner neue Kraftreserven im Kampf mit dem Bösen, sowie allgemein mehr Freude und Sieg. Oder würde er der „einen Sünde“ weiterhin nachgeben müssen? Das wäre fatal. Dann bliebe ihm letztlich ja nur ein Christsein mit schlechtem Gewissen.
Ähnlich wie Reiner geht es nicht wenigen Christen. Sie sind über ihre Niederlagen deprimiert und fragen sich: wann werde ich diesen „Goliath“ in mir wohl endlich bezwingen? Vielleicht haben auch Sie sich schon ernsthaft gefragt, ob Sie sich mit dem Fallen und wieder Aufstehen – etwa bei einer Lieblingssünde – nicht doch abfinden müssen?
Auf diese Schlüsselfrage, ob ein befreites, dynamisches Christsein möglich ist oder nicht, wollen wir jetzt die Bibel antworten lassen. Vorweg schon mal dies: Wer Jesus angehört und mit geistlichem Fortschritt, also mit genügend Kraftreserven über das Böse rechnet, der liegt völlig richtig! Nur – viele Christen wissen und glauben es leider noch nicht.

„Glaubenstest“ für zaghafte Christen
In einer Predigt zum obigen Bibeltext stellte ich meinen Zuhörern einige Fragen. Die erste lautete: Wer von ihnen könnte bezeugen: Ich bin ein Christ? Fast die ganze Gemeinde meldete sich. Meine zweite Frage lautete: Wer von ihnen könnte offen bekennen: Ich bin ein Weltüberwinder? Es entstand eine Pause. Schließlich sah ich zwei sich zaghaft erhebende Hände
Ein ungereimtes Ergebnis, nicht wahr! Die meisten Christen dieser Gemeinde waren sich bewußt, Christen zu sein, aber kaum jemand wagte zu bekennen: Ich überwinde die Welt. Ich befürchte, es in vielen christlichen Gemeinden heutzutage ähnlich vorzufinden. Die Schlussfolgerung wäre dann jedoch, dass die meisten Gemeindeglieder sich – mehr oder weniger oft – von der „Welt mit ihrer Lust“ überwinden lassen, statt sie zu überwinden. Die Folgen sind Selbstwertverlust und ein schlechtes Gewissen.
Können Sie sich vorstellen, dass solch ein zermürbender Konflikt bei erlösten Christen als „normal“ gelten kann? Wären auch Sie und ich als frustrierter Verlierer dann  nicht schlechter dran als Menschen, die das Böse erst gar nicht bekämpfen?

Um eine fundierte Antwort vorzubereiten, stellte ich der Gemeinde eine weitere Frage. Sie lautete: Wer von Ihnen ist überzeugt, dass Gottes Wort absolut wahr ist und wir uns auf jede ihrerAussagen verlassen können?
In Bezug auf die biblische Autorität war ich mit der Gemeinde wieder ganz einig. Kaum eine Hand blieb jetzt unten. Ich bereitete die Zuhörer weiter auf meine brisante Predigt vor und versicherte, dass ich nur das sagen würde, was im Predigttext wirklich steht. Mit Martin Luther wollte ich im Blick auf etwaige Vorwürfe sagen können: “Ich hab‘ nichts gemacht (nichts Eigenes gesagt). Ich hab‘ nur das Wort lassen handeln“.[1] 

Auch beim unserem brisanten Thema geht es um die Frage: Was sagt die Bibel dazu? bzw. Was steht dazu geschrieben? Unser Thema lautet ja: Wie werde ich ein dynamischer Christ – und damit ein Welt-Überwinder? Dazu wollen wir den Leittext, 1 Johannes 5,4,  jetzt gründlich befragen.

 Die Basis für dynamisches Christsein  …weiterlesen

Billy Grahams Letzter Wille: Lies täglich in deiner Bibel!

Der „Jahrhundertprediger“ ruft zur täglichen Bibellese auf.

Diese erstaunliche Überschrift fand ich in einer der letzten idea-Ausgaben (Nr.23, Seite 12). In seinem TESTAMENT fordert der bislang wohl erfolgreichste Evangelist seine Kinder und Enkel zunächst auf, ein Leben „getrennt von der Welt“ zu führen. Anschließend bittet er alle Leser seines Testamentes eindringlich darum, „täglich in der Bibel zu lesen…“
Offensichtlich hat Graham das bis zuletzt mit großem Gewinn persönlich getan. Das sprichwörtliche „Die-Bibel-sagt“- Argument bestätigte sein elementares Vertrauen in Gottes Wort. Dieses hat sich durch das tägliche Bibellesen in ihm gefestigt und dann in der Öffentlichkeit vollmächtig als „Schwert des Geistes“  bewiesen.
Beachtenswert ist, dass der scheidende Evangelist die Leser nur schlicht darum bittet, seinem Beispiel zu folgen. Trotz der Dringlichkeit des Anliegens verzichtet er darauf, sie irgendwie zu bedrängen. Graham möchte persönliche Überzeugung und Freiwilligkeit wecken.
Am guten Wollen fehlt es bei echt Wiedergeborenen nicht (Röm 7). Doch auf dem „Kampfplatz Stille Zeit“ ist das müde Fleisch – wie in Gethsemane bei den Jüngern – manchmal? oft? oder gar immer? zum Vollbringen zu schwach.
Aber so muss es nicht bleiben! 
Aus den schlafsüchtigen Jüngern sind eifrige Beter,  Weltüberwinder, ja Blutzeugen Jesu geworden. Ihr Sieges-Geheimnis war: Sie hatten „die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg 1,8). Und sie bemühten sich, seinen Impulsen im Alltagstraining zu folgen – auch wenn dies nicht immer gelang (Gal 2,11ff.). Dabei erlebten sie – wie Billy Graham und viele andere – dass treuer Umgang mit Gottes Wort sich tatsächlich lohnt. Dass tägliches Bibellesen ein geistlicher „Jungbrunnen“ ist (Ps 1,2-3), das kann auch ich als 88jähriger Christ fröhlich bezeugen. Und ich möchte dies mit 10 Erfahrungs-Argumenten ermutigend und empfehlend begründen:

Welchen Gewinn bringt dir die tägliche „Zeit für Gott“ mit der Bibel?  

  1. Gottes Wort wird kräftiger als bisher in dir wirken

Das Wort Gottes ist in sich „lebendig und kräftig“ (Hebr 4,12). Aus seiner Kraftfülle wurdest du wiedergeboren (1 Petr 1,21). Zugleich enthält es geistliche Kraftnahrung für deinen neuen „geistlichen Menschen“. Wie ein Baby kann und wird dieser bei genügend „Muttermilch“ gut gedeihen und wachsen. Täglicher, intensiver Bibelumgang mit ist jedoch unerlässlich, damit das geistliche „Stillen“ gelingt.

  1. Kreativer Bibelumgang verleiht dir neues Selbstvertrauen

Ohne Christus im Herzen würde dich das Studienheft-Konzept überfordern. Aber Christus in dir bewirkt das „Wollen und das Vollbringen“. Als neue Kreatur vermagst du „alles durch den, der dich mächtig macht“, Christus. Dein neues Selbst vertraut darauf, dass dir „alle Dinge möglich sind“, wenn du es glaubst.

  1. Trainierte Lust an der Bibel ermöglicht dir Selbstbeherrschung (Ps 1,2)

Ohne Selbstbeherrschung kommst du zur „Zeit mit Gott“ jedoch nicht früh genug aus dem Bett. Christus als dein neues Selbst aber befähigt dich, deine Trägheit und Müdigkeit zu beherrschen.
Du brauchst dich davon nicht mehr bestimmen zu lassen. Im Glauben lernst du trotz mancher Rückschläge, „im Leben zu herrschen“ durch den einen, Jesus Christus“.

  1. Kräftige Bibel-Nahrung befähigt dich, stark zu werden (1 Joh 2,14)

Zum Aufstehtraining brauchst du nicht nur Zeit, sondern auch geistliche Energie. Das aber ist für dich als Christ kein Problem. Jesu Worte, die du zunehmend liest und hörst, befähigen dich, um „über Mauern zu springen“ (Ps 18,39). Die Mauern mögen Müdigkeit oder Trägheit, oder Augenlust oder Medienabhängigkeit heißen.

  1. Freiwilliges Bibelstudium befreit dich von Verhaltenszwängen

Dein bisheriges Aufstehen geschah unter Verhaltenszwängen zum unvermeidbaren Frühstücks- oder Arbeitsbeginn. Zur „Stillen Zeit“ zwingt dich jedoch niemand und nichts. Du tust es absolut freiwillig, weil dein neues Ich oder Selbst es so wünscht. Gewohnheits- und Bedürfniszwänge werden dir zu gehorchen beginnen. „Zu beginnen“ deshalb, weil du es – auch als Christ – zunächst einüben musst.

  1. Stetiges Bibeltraining fördert deine Persönlichkeitsbildung *

Gelegentliche Freiwilligkeitssiege sind zwar ermutigend, prägen aber nicht nachhaltig deine Persönlichkeit um. Charakter- und Persönlichkeitsbildung erfordern ein Freiwilligkeits- Verhalten als Lebensstil. Dieses Hochziel lässt sich auch von dir nicht ad hock, sondern nur langfristig unter ganzem Trainingseinsatz – nach Jesu Vorbild und dem von Paulus – erreichen (Apg 12,24-26; Phil 3,12).

  1. Geordnetes Bibelstudium stabilisiert deinen Charakter

Ein wichtiges Merkmal für hohen Persönlichkeitswert ist der stabile Charakter. Du erhältst ihn – gleichsam nebenbei – durch das Einüben einer täglichen, intensiven Zeit für die Bibel. Ein Sieg auf dem „Kampfplatz“ Stille Zeit trägt entscheidend dazu bei, deine vielleicht selbst verschuldete oder ererbte Charakterlabilität zu bezwingen. Setze in deinem Tagesablauf daher bewusst neue Prioritäten! Plane eine konkrete Bibelstudienzeit ein, auch wenn es dir fast unmöglich erscheint. Das Freude-an-der-Bibel-Konzept wird dir dabei helfen.

  1. Schriftliches Formulieren neuer Bibelimpulse macht dich geistig fit

Das Lesen oder Hören biblischer Wahrheit vermittelt Herzensimpulse. Sie gedanklich zu formulieren, vertieft und verankert sie. Sie werden „greifbarer“, um spontan oder ausführlicher darüber zu reden. Nimm dir die Zeit dafür! Übe es auf den leeren Zeilen und evtl. auch auf Zusatzpapier.

  1. Bibelkreis-Austausch baut dich auf und befähigt zum Teilen

Unersetzbar ist der Erlebniswert beim intensiven Gespräch um die Bibel. Jeder darf hier zu Worte kommen. Jeder wird selber beschenkt und darf „Lebensbrot“ weitergeben. Die ei-genen Notizen in den Studienheften helfen dir, „einander zu dienen“ (1 Pt 4,10). Mach fröhlich mit! Beginne, dich darin zu üben!

  1. Bibelerlebnis in Tagesrationen stabilisiert den Gewinn

Die „Tagesrationen“ der Studienhefte sind ergiebig und fordern zeitlich heraus. Statt einer großen „Bibelmahlzeit“ kannst du die „Freude an der Bibel“ auch in 2 oder 3 kleineren Rationen genießen. Eine günstige Aufteilung der Tagesrationen markieren die vertikalen Linien am linken Rand des Heftes. Diese Linienart steht für die Frühstücksration mit der Bibel. Diese hier für einen deftigen Mittagsnachtisch. Und diese für einen bekömmlichen Gute-Nacht-Segen.

Wie wäre es, als Einstieg morgen schon mit einer täglichen „Frühstücksration“ im Test-Studienheft zu beginnen?!

Nebeneffekt:
Tagebucheinträge (im Test-Heft) ermöglichen Erlebnisdokumente mit persönlicher Note. Zeugnishaft kannst du darin ein besinnliches Nachgespräch über deinen Tagesablauf gestalten. Dankbarkeit, neue Einsichten oder Entschlüsse werden dir und anderen nützen. 

*Zur Titelseite: Gipfelbild-Urheber und Motivationstrainers, Steve Kroeger, bestätigt:
„Der Weg zum Gipfel formt Führungspersönlichkeiten“

 

Der Heilige Geist – mein privater Erzieher

Tägliche Geisterlebnisse – Privileg aller Nachfolger Jesu

Joh 14,26  Aber der Tröster (Helfer, Erzieher), der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“.

Immer wieder werden sich Situationen ergeben, in denen Nachfolger Jesu sich fragen: „Was willst du, Herr, dass ich tun soll„.  Immer wieder brauchen sie daher neue Erlebnisimpulse, um die Weisungen des Heiligen Geistes zu erkennen – und danach zu befolgen.
Lasst mich dazu ein brisantes Beispiel erzählen: Während meines Studiums auf dem Bibelseminar St. Chrischona bei Basel stand ich eines Tages am Schweizer Zoll. „Haben Sie etwas zu verzollen“? wurde ich gefragt. „Ja“, antwortete ich und öffnete meinen Koffer. Der Zöllner notierte alles bis auf den Koffer selbst, den ich bewusst nicht erwähnte.
Diesen Koffer hatte ich nämlich für einen Schweizer Studenten gekauft. Ich erwähnte ihn nicht extra in der „guten“ Meinung, meinem Mitbruder finanziell  einen Gefallen zu tun, falls der Zöllner ihn übersah. Schließlich hatte ich ja den kompletten Inhalt plus Koffer auf den Zolltisch gelegt. Und es klappte dann auch…
Kaum saß ich jedoch auf der Schweizer Seite in der Straßenbahn, da sprach mich eine Frau an. „Oh“, sagte sie, „Sie haben einen schönen Koffer gekauft. Wie viel Zoll haben Sie denn dafür bezahlt?“ „Zoll – be – zahlt?“ stotterte ich. „Der ist nicht verzollt“, ergänzte ich schließlich, denn ich wollte nicht lügen. Energisch fuhr sie fort: „Aber Sie haben doch keinen Koffer gehabt, als Sie auf der Hinfahrt neben mir saßen. Warum haben Sie den Koffer denn nicht verzollt?“ Ich blickte zu Boden und konnte dazu nur noch schweigen.

Doch während der peinlichen Schweigeminuten  erweckte der Heilige Geist mein Gewissen. Nachdem die Schweizer Passantin ahnungsvoll ebenfalls schwieg, begann mein „privater Erzieher“ mich von meiner sündhaften „Wohltat“ zu überzeugen: Gott nimmt es bei den Seinen genau – wurde mir plötzlich bewusst. Nirgendwo hatte ich ja in der Bibel gelesen, dass er es erlaubt, „stellvertretend“ für andere den Staat zu betrügen. Und die Konsequenz? Zur Vertiefung dieser wichtigen Lektion hat mein göttlicher Mentor mir gleichsam eine „Hausaufgabe“ aufgegeben: Er motivierte mich, den unverzollten Koffer beim nächsten Grenzgang freiwillig wieder mitzunehmen und auf dem Rückweg als „Lehrgeld“ selbst zu verzollen. Dies tat ich dann auch.

Fazit: Es fällt nicht leicht, Jesus in den kleinen Dingen gehorsam zu sein. Doch bekanntlich wird/kann er uns die „großen Dinge“ nicht anvertrauen, solange wir seine Therapiemaßnahmen zur „Treue im Kleinen“ missachten? Wir qualifizieren uns jedoch als seine wahren Nachfolger, wenn wir bereit sind, die Impulse unseres privaten Erziehers ganz, gerne und gleich zu befolgen.
Was dabei Christi Werk in uns ist und was Jesus von uns persönlich erwartet, darauf gehe ich im z. Zt. besonders aktuellen Fußball-Buchtitel „Wir sind Weltmeister“ ausführlich ein.
Shalom